Historie

von Anfang an

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Historie

Die Leidenschaft für die Rosen wurde von Edda Schütte bereits mit nach Groß Siemen gebracht und ist hier auf eine lange vorhandene Geschichte mit Rosen getroffen. In einer alten Direktorialkarte von 1768 sind erste Gestaltungsmerkmale eines formalen Gartens erkennbar, eine exakt in vier gleich große Teilstücke gegliederte rechteckige Fläche, die durch einen Weg mit dem Herrenhaus verbunden ist.

Rosen waren hier im Park schon vor langer Zeit zu finden: üppige Sträucher in langen Reihen bei den Bienenwagen zur Honiggewinnung und auch für die Vasendekoration im Hause. Auch an verschiedenen Standorten im weitläufigen Park und im Halbkreis gepflanzt vor dem Gutshaus, sowie als Zierde im Wappen der letzten Gutsbesitzerfamilie.

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So schließt sich der Kreis, wenn heute Historische und Englische Rosen einen betörenden Duft verströmen, wenn im Frühsommer in den Morgenstunden die Sonne durchbricht und die Feuchtigkeit der Nacht vertreibt.

Das Messtisch Blatt der Königlich Preußischen Landesaufnahme von 1884, welches bereits im Jahre 1874 aufgenommen wurde, weist erstmals den historischen Beleg für den Gutspark mit Gehölzbestand aus, welcher der heutigen Größe entspricht.

Die erstmalige Erwähnung Gross Siemens im 14. Jahrhundert ist 1346 zu finden. In der Chronologie sind die Familien von Bülow, von Plessen und Maue über mehrere Generationen vertreten, aber auch ein sehr häufiger Besitzerwechsel im 18. Jahrhundert ist verzeichnet. Noch heute lassen sich behauene Feldsteine des ehemaligen Rittergutes finden.

Der Name Sieme ist von dem altslawischen „Zima“ zu Deutsch „Winter“ oder „kalt“ abzuleiten. Bezogen auf das Dorf bedeutet er soviel wie „Kalter Ort“. Der an den Park angrenzende Bach wurde im Jahre 1250 als „Zyme Fluvins“ also „kalter Bach“ erstmals urkundlich erwähnt.

Das jetzige Gutshaus gründet nach einer Wiederrichtung um 1890 mit dem Haupthaus auf dem alten Barockfundament des Vorgängerhauses. Im Laufe der Jahrhunderte entstand aus dem Rittergut ein typisches Landgut mit circa 430 Hektar Fläche und einem Bauernwald.

Nach 1945 wurde das an englische Landhäuser erinnernde Gutshaus als Flüchtlingsunterkunft genutzt, zu DDR-Zeiten bot es Raum für Konsum, den Arzt, Veranstaltungen jeder Art und Wohnungen.

Ab 2001 konnte man die darüber verlorene Substanz wieder herrichten. In liebevoller Kleinarbeit wurde das Gutshaus mit Landschaftspark und Teichanlage denkmalgerecht hergestellt und mit tausenden Rosen ergänzt.

Die im Jahre 2009 errichtete Orangerie rundet das Gesamtensemble ab.